Projekt: Auswandern in die Karibik mit passivem Einkommen – ist das wirklich realisierbar?

Online Geld verdienen – funktioniert das?

Die Suche nach dem richtigen Sponsor

Wenn ich bei meiner täglichen Lektüre der Facebook-Posts bin, denke ich oftmals an meine Anfangszeit als Online Marketer. Damals hatte ich noch keinen Facebook-Account und ich wusste auch nicht, wie viele Networker dort um die Gunst von Neueinsteigern buhlen.

Bei Facebook wird mit allen Mitteln versucht, mithilfe von ziemlich fantasielosen oder von anderen Networkern kopierten Werbungen für Programme zu werben. Die andere Art von Werbung ist das sogenannte Attraction Marketing. Hier wird mit dem Posten von Lifestyle-Bildern oder aber von (manchmal sehr guten) Texten, Sprüchen oder Videos versucht, die Aufmerksamkeit von vor allem neuen oder zukünftigen Networkern zu erwecken.

Für mich wäre die Vielfalt an sehr unterschiedlichen und auch kontroversen Aussagen als Neuling eine absolute Reizüberflutung, da ich am Ende nicht mehr wüsste, was ich glauben soll oder kann, und was nicht. Es gibt sicherlich einige gute Beiträge von sehr guten Networkern, aber leider wird auch dort oft mit Superlativen so freizügig umher geworfen, dass man das fast schon wieder als unglaubwürdig sehen könnte.

Was mir auffällt ist, dass es Networker gibt, die sich mit dem Begriff Leader nicht mehr zufrieden geben (auch wenn ich schon diesen Begriff nicht mehr mag, da er von vielen missbraucht wird) sondern sich dann „Entrepreneur“ oder sogar „Visionär“ nennen, was bei mir eigentlich nur noch Brechreiz verursacht. Visionäre kenne ich unter den bekannten Leadern der Network-Branche eher nicht, Entrepreneure sind, wenn man die genaue Definition liest, vorwiegend Egoisten und rücksichtslos agierende Menschen. Ist es das, was ein Interessent von einem Sponsor erwartet? ich denke, eher nicht.

Auch hat man den Eindruck, dass viele „Leader“ sich vor allem deshalb Leader nennen, weil sie von Incentive zu Incentive hüpfen, und dazwischen noch ihren tollen Mercedes Benz oder sonst einen Luxuswagen oder eine teure Armbanduhr ins Bild rücken und ihren luxuriösen Lifestyle posten.

Das sind für mich leider keine Kriterien für die Definition eines Leaders. Dies bedeutet für mich nur, dass diese Menschen das „Attraction Marketing“ so gut beherrschen, dass die Interessenten ihnen in Heerscharen hinterherlaufen, da hier visuell mit dem geworben wird, was sich die meisten Menschen das ganze Leben nur erträumen können. Aber das bedeutet nicht, dass diese „Leader“ auch Führungsqualitäten haben oder gute Sponsoren sind.

Was muss denn ein guter Sponsor können?

Meiner Meinung nach zeichnet sich ein guter Sponsor durch folgende Eigenschaften aus:

  • Er hat selbst in der Praxis genügend Erfolge im Finden und beim Aufbauen von Partner gesammelt und kann die gesammelten Erfahrungen weiter vermitteln.
  • Er ist bereit, dem Interessenten genügend Zeit im Beratungsgespräch zu widmen
  • Er bietet nicht nur automatische Tools zur Partnergewinnung an, sondern hilft dem Partner, die Basics der Partnergewinnung und -ausbildung zu erlernen
  • Er antwortet auf Fragen seiner Partner zeitnah und löst Probleme am selben Tag oder so schnell wie möglich
  • Er kann, wenn gewünscht, seine Partner führen und ihnen Dinge vermitteln, die diese duplizieren können
  • Vorbildliches Agieren den Partnern gegenüber, da dies nach unten weitergegeben wird

Wie stelle ich als Neuling fest, ob mich ein potentieller Sponsor gut betreuen kann?

Man sollte sich nicht blind bei Programmen registrieren oder aufgrund von einer gutklingenden Werbung in den sozialen Medien davon ausgehen, dass der Werbende ein guter Sponsor sein wird.

Ich hatte mich bei meinen ersten Programmen unter einem grossen Sponsor registriert, der sehr gute, analytische Beiträge über die Programme im Internet veröffentlichte. Ein guter Sponsor war er allerdings nicht, im Gegenteil, ich kenne ihn bis heute eigentlich nicht, da er nur Provisionsjäger ist. Dieses Spiel treibt dieser Herr leider schon seit Jahren und viele fallen auf seine verlogenen Newsletter rein und stehen danach praktisch alleine da.

Deshalb rate ich jedem, der sich für ein Programm interessiert, den potentiellen Sponsor anzuschreiben und mit ihm einen Telefontermin oder einen Skypecall zu vereinbaren. Dann sollte man gut vorbereitet ins Gespräch gehen und den Gesprächspartner auf Herz und Nieren zu prüfen. Aber weniger auf seine Fachkenntnisse als darauf, ob die Chemie stimmt und ob man den Eindruck hat, dass der potenzielle Sponsor sich wirklich für einen interessiert. Hier gilt es, ein gewisses Feingefühl oder Bauchgefühl walten zu lassen, um zu spüren, ob dieser Sponsor auch später noch zu seinen Verpflichtungen stehen wird oder ob er nur ein reiner Provisionsjäger ist.

Eine solide und sorgfältige Auswahl des Sponsors ist elementar wichtig, da man den Sponsor unter normalen Umständen nie wieder innerhalb eines Programmes wechseln kann.

Allerdings ersetzt auch der beste Sponsor weder diszipliniertes Arbeiten noch das nötige Durchhaltevermögen, das man unbedingt haben sollte, um erfolgreich zu werden.

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